Ein Abend mit Dr. Dr. Rainer Zitelmann zum »Weltraumkapitalismus«
von Ralf Schutt
Die kapitalistische Revolution
im Weltraum hat begonnen
Zwar viele Schwierigkeiten, aber kaum grundsätzliche technische Hindernisse beim Ausbau einer bemannten Space Economy
Aus unserer Redaktion. — Dresden, 6. Februar 2026
Wieder ein Abend, der sich gelohnt hat! Am Mittwoch, dem 4. Februar 2026, hatten wir Dr. Dr. Rainer Zitelmann eingeladen, der sein Buch »Weltraumkapitalismus« vorstellte. Das Buch ist noch in der Druckerei und wird erst am 16. März 2026 erscheinen. So waren alle Gäste des Vortragsabends privilegiert, vom Autor in die Lektüre und viele interessante Fakten zur Space Economy eingeführt zu werden.
Dr. Dr. Rainer Zitelmann wurde von unserem Vorstandsmitglied Heike Winter herzlich begrüßt und kurz vorgestellt. Da der renommierte Autor bereits über 30 Bücher veröffentlicht hat, konnte sicherlich jeder der etwa 35 Hörer – darunter erfreulicherweise auch einige Studenten und junge Leute – mit seinem Namen etwas anfangen. Zudem hatten wir Rainer Zitelmann erst vor einem knappen Jahr in Dresden begrüßen können, als er seinen Roman »2075 – Wenn Schönheit zum Verbrechen wird« präsentierte.
Noch fehlt die Rechtssicherheit
Nun also ging es in den Weltraum. Zitelmann ist ja einer der eloquentesten und medial reichweitenstärksten Verteidiger des Kapitalismus. Mit seinen Büchern kommt Zitelmann frühzeitig neuen Entwicklungen auf die Spur, sei es mit seinem Gespür als Historiker, der die Wirtschaftspolitik des Dritten Reichs analysierte und das Standardwerk darüber verfaßte; sei es als Soziologe, der die Motivation der Spitzenunternehmer untersuchte; und sei es jetzt, wenn er frühzeitig den Finger auf den entscheidenden Punkt der Expansion auf andere Planeten legt: auf die noch fehlende Rechtssicherheit für den weiteren Aufstieg der privatwirtschaftlichen Raumfahrt. Denn grundsätzliche technische Hindernisse gibt es nicht.
Die Argumente Zitelmanns sind überzeugend, und wir sehen vor unseren Augen, wie seine Einschätzungen sich in Taten und Raketenstarts manifestieren. Er hat es nicht nötig, sich eine intellektuelle Phantasiegesellschaft auszudenken, wie es seine Antipodin Ulrike Hermann gern macht, die in vielen öffentlich-rechtlichen Talkshows ihre „Schrumpfwirtschaft“ – also eine Planwirtschaft in die katastrophale Verarmung – propagieren darf. Zitelmann dagegen bewertet die realen Daten, die den gelingenden kapitalistischen Aufschwüngen in vielen Ländern (z.B. Polen und Vietnam) sowie andererseits den sozialistischen Experimenten (z.B. Venezuela und leider auch zunehmend Deutschland) abzuleiten sind.
Lebenslanges Brennen für die Marktwirtschaft
Theoretisch in der klassischen liberalen Literatur und auch in Vorträgen von Hochschullehrern haben wir vieles von dem, was uns Zitelmann zu sagen hat, gehört, gelesen und auch empfunden. Das, was die Vorträge von Zitelmann so einzigartig macht und überzeugend wirkt, ist sein lebenslanges inneres Brennen für die Marktwirtschaft. Auch in unserer vertrauten Runde in Loschwitz erzählte er davon, dass er bereits mit 11 Jahren eine selbstgefertigte Schülerzeitung vertickte – für Schüler für 10 Pfennig, für Lehrer eine Mark. Das Thema damals war die Mondlandung, und auch heute hat bei Dr. Dr. Rainer Zitelmann die Begeisterung für andere Planeten und ihre nutzbringende Erforschung nicht nachgelassen. Heute spricht er mit Raketenbauern in der ganzen Welt und schickt sein Manuskript mal eben an Elon Musk.
So ging eine ganze Vortragsstunde und eine weitere Diskussionsstunde mit vielen Fragen wie im Flug vorbei. Dr. Dr. Rainer Zitelmann schaute nicht auf die Uhr und berichtete auch noch freimütig über seine Arbeit als Autor. Als Quellenstudium für »Weltraumkapitalismus« hatte Zitelmann, neben vielen Gespräch mit Entwicklern von Raumflugprojekten, etwa 100 Bücher und 250 Fachaufsätze gelesen. Er hat sich in das Thema so versiert eingearbeitet, dass er auch Konstantin Ziolkowski aus dem Kopf zitieren konnte: »Die Erde ist die Wiege der Menschheit, aber man kann nicht für immer in einer Wiege leben.«
Mit Fernweh in Richtung Kosmos geimpft
Die Dankesworte an Dr. Dr. Rainer Zitelmann durch ein Vorstandsmitglied knüpften demzufolge daran an, dass auch die damaligen Teilnehmer der Jugendweihe-Jahrgänge um 1970 – mehrere waren im Publikum – bereits mit Fernweh in Richtung Kosmos geimpft worden waren – mit dem Buchpräsent »Weltall – Erde – Mensch«, von dem nicht das Geleitwort von Walter Ulbricht, sondern die Doppelseite mit der farbigen Zeichnung einer Mondbasis in Erinnerung ist.
Als Hayek-Verein haben wir ja bereits eine stolze Reihe von Referenten und Autoren zu Gast gehabt, die sich mit jeweils originellem Blick an den falschen und deprimierenden Entwicklungen in diesem Land abgearbeitet hatten. Dr. Dr. Rainer Zitelmann hat nun nach vorn geschaut und uns angeregt, auch mal die Augen auf etwas zu richten, das gelingt und startet und landet und seine Bahn zieht. — Alle, die diesem kleinen Bericht mehr über die Vortragsinhalte entnehmen wollten, seien auf das Buch »Weltraumkapitalismus« verwiesen, das man bald kaufen und lesen kann.
DER REFERENT
Dr. Dr. Rainer Zitelmann ist Historiker, Soziologe und mehrfacher Bestsellerautor. Er hat 31 Bücher geschrieben und herausgegeben, die weltweit in 35 Sprachen übersetzt wurden. In den vergangenen Jahren schrieb er Artikel oder gab Interviews in führenden Medien wie Wall Street Journal, Times, Forbes, Newsweek, Daily Telegraph, Le Monde, Corriere della Sera. Im deutschsprachigen Raum wurden seine Bücher besprochen in Der Spiegel, FAZ, Süddeutsche Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Welt, Handelsblatt und Focus. Mit mehreren Büchern landete er auf der Bestsellerliste des Manager-Magazin.
DAS BUCH
Rainer Zitelmann: Weltraumkapitalismus, ca. 300 Seiten, 22 Euro. Langen Müller Verlag, Erscheinungstermin: 16. März 2026. Wer das Buch jetzt schon vorbestellt, nimmt an einem Gewinnspiel teil, u.a. ist ein Abendessen mit dem Autor in Berlins exklusivem Chinaclub zu gewinnen (Flugkosten werden übernommen). Mehr zum Inhalt des Buches und zum Gewinnspiel ⋙ Link
ÜBER DAS BUCH
»Vom Stillstand zur Revolution im All: Dieses Buch zeigt, warum staatliche Raumfahrt scheiterte und wie SpaceX den Durchbruch brachte. Es erklärt, warum privates Kapital und Eigentumsrechte der Schlüssel zur Zukunft von Mond und Mars sind. Nach dem Ende des Apollo-Projekts stagnierte die Entwicklung der Raumfahrt, und das nachfolgende Shuttle-Programm führte in eine technologische Sackgasse. Als nach 2011 die Raumfähren nicht mehr flogen, verfügten die USA über kein bemanntes Raumtransportsystem mehr. Sie waren nun auf die Unterstützung Russlands angewiesen, um Astronauten zur Internationalen Raumstation zu bringen. Den Paradigmenwechsel brachte Elon Musk mit seinem Unternehmen SpaceX. Dieses Buch analysiert die Schwächen staatlicher Vorhaben und beschreibt den kometenhaften Aufstieg der privatwirtschaftlichen Raumfahrt. Zukünftig ist der Kapitalismus der Motor für die weitere Entwicklung der Raumfahrt. Doch ohne Eigentumsrechte auf dem Mond, dem Mars und Asteroiden bleiben zentrale ökonomische Anreize blockiert.« — Verlagstext ⋙ Link
ZITAT ZUM BUCH
»Die Kräfte des freien Marktes revolutionieren den Weltraum und die Raumfahrtökonomie, und Rainer Zitelmanns umfassendes neues Buch hebt sich deutlich von der Masse ab, indem es nachdrücklich dafür plädiert, den Kapitalismus ins Zentrum unserer zukünftigen Raumfahrt zu stellen. Eine Pflichtlektüre für alle, die sich für die Ökonomie des Weltraums und die Erforschung des Alls durch die Menschheit interessieren.« — Matthew Weinzierl, Professor of Business Administration and Space, Experte an der Harvard Business School
EIN INTERVIEW
Weltraumkapitalismus: Private Weltraumunternehmen erobern das All | Rainer Zitelmann im JF-Interview (19.1.2026; 1:14:10 Std.) — »Der Publizist Rainer Zitelmann spricht im JF-Interview über sein neues Buch »Weltraumkapitalismus« und die wachsende Bedeutung der Space Economy. Warum private Unternehmen die Raumfahrt vorantreiben, weshalb Satelliten unseren Alltag bestimmen und wieso er jungen Menschen von Jura und BWL abrät.« — ⋙ Link