Rückschau und Ausblick von Dr. Reinhard Günzel zum Neuen Jahr

von Ralf Schutt

»Wir können das Feuer wiederbeleben, solange noch Glut da ist.« (Thor Heyerdahl) — Allen Mitgliedern und Freunden des Hayek-Vereins Dresden ein gesundes und friedliches Neues Jahr 2026! — Illustration: Wilfried Pohnke auf Pixabay

Deutschland in der Dauerkrise

Über die Ahnung, dass es 2026 nicht besser werden wird, und einen Staat, der sich überschätzt und seine Bürger verachtet.

Von Dr. Reinhard Günzel. — Dresden, 30. Dezember 2025

Wir Deutschen wünschen uns traditionell zu Silvester „Gesundheit, Glück und Erfolg“, doch während die Silvesterraketen in den Himmel steigen, steigt im Land vor allem eines: die Ahnung, dass 2026 nicht besser werden wird als 2025 und das war auch nicht besser als 2024.

Wie auch, in einem Land mit steigenden Strompreisen, steigenden CO₂-Abgaben, direkt und indirekt und damit auf fast alles, was der Bürger kaufen muß, wo die Angestellten des Volkes, das sind jene mit Politik als Beruf, sich trotz historisch höchster Steuereinnahmen beharrlich weigern, einen ausgeglichenen, schuldenfreien Haushalt vorzulegen, stattdessen dem Bürger über Schattenhaushalte weitere Kosten aufbürden.

Ein Land, wo bei ungebremster und unkontrollierter Masseneinwanderung die Sozialsysteme kurz vor dem Kollaps stehen, die Bürokratiekosten steigen, während durch die Abwanderung hochproduktiver Industriebetriebe Arbeitsproduktivität und Realeinkommen weiter sinken. Und ein Land, das die Herrschenden mit einer Unzahl staatlich finanzierter NGO überzogen haben, um so unliebsame Meinungen und Kritiken zu unterdrücken, mit Maßnahmen, die dem Staat durch das Grundgesetz verwehrt sind.

Notwendige Diskussionen werden unterdrückt

Nein, kein Anlaß zum Optimismus, tut mir wirklich leid, dürste ich doch selbst nach guten Nachrichten. Auch zum Jahreswechsel von oben huldvoll verabreichte salbungsvolle Sedierungen des Volkes ändern nichts zum Besseren, genauso wenig, wie neue Verordnungen oder moralische Appelle. Was wir auch nicht brauchen, sind jene eingehegten Debatten, die zwischen Bleigießen- und Böllerverbot pendeln, während die wirklich notwendigen, die Zukunft des Landes betreffenden Diskussionen unterdrückt werden.

Es ist Zeit für einen nüchternen Blick auf das, was wirklich zählt: den Zustand des Landes, einschließlich seiner Brandmauer. Wirkt doch die deutsche Realität eher wie ein Kater, der schon vor der Party die bekannten Symptome erzeugt.

Eher Notaufnahme als Wirtschaftsmotor

Deutschland erinnert auf fatale Weise an einen unserer Regionalzüge: verspätet, überfüllt mit Problemen und trotzdem überzeugt, auf dem richtigen Gleis zu sein. Die offiziellen Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen aber ein ernüchterndes Bild: schwaches Wachstum, teils Rückgänge im Bruttoinlandsprodukt und eine Industrie, die sich eher nach Notaufnahme als nach „Wirtschaftsmotor Europas“ anhört.

Parallel zur wirtschaftlichen Stagnation wächst die gesellschaftliche Unsicherheit durch steigende Fallzahlen, insbesondere bei Gewalt und Eigentumsdelikten. Das ist in jeder Beziehung schlecht für den Standort Deutschland.

Weg mit den politisch gewollten Bremsklötzen!

Liebe Freunde der Freiheit, weg mit den politisch gewollten Bremsklötzen wie der Energiepolitik, jenem ökonomischen Abenteuer, das selbst ein Zyniker kaum erfinden könnte. Schluß mit der Dauerinfusion aus Bürokratie und steuerpolitischer Kreativität. Lassen Sie uns gemeinsam die Bremsen lösen!

Die wirtschaftliche Schwäche, die gesellschaftliche Unsicherheit und die zunehmende Regulierung der Debatte sind Symptome eines Staates, der sich selbst überschätzt und dabei seine Bürger verachtet.

Wir müssen endlich aufhören, unsere eigenen Fesseln für Schmuck zu halten, weg damit!

Es gibt kein Zurück mehr! Kein Fußbreit Boden den Sozialisten in allen Parteien!

DER AUTOR

Dr. Reinhard Günzel ist Dipl.-Physiker im Ruhestand. Ab 2016 versammelte er libertär gesinnte Mitstreiter zu monatlichen Treffen, aus denen dann unser Hayek-Verein Dresden e. V. hervorging, dessen Vorsitzender er ist. Folgen Sie ihm auf Telegram: https://t.me/opakalypse Seine Kolumne erscheint bei Freiheitsfunken (Link).