Mario Lehmann: Mit grüner Ideologie im Verteilungskampf angekommen

Bürogebäude des ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice in Köln — © Raimond Spekking/CC BY-SA 4.0/Wikimedia

Digitaler Zorn!

Der Öffentlich-Rechtliche-Rundfunk ÖRR im Selbstverständnis der Österreichischen Schule im Jahr 2024.

Von Mario Lehmann. — Lindenau/Oberlausitz-Niederschlesien, 11. Januar 2024

Unser Autor protestiert dagegen, „dass der ÖRR seine Stellung aus ideologischen Gründen missbraucht, uns Sachsen einhegt und nicht einmal einfachste Analysen korrekt aufkommen lässt.“ Er ist „deshalb dafür, den ÖRR grundlegend zu reformieren und wenn das nicht hilft, in dieser missbrauchten Form abzuschaffen.“

Moderne Rechtsphilosophie

Das Philosophische Radio des WDR brachte am 8. Januar einen Beitrag zu den Vorteilen des autonomen Handelns [1]. Ein dazu passender Fachartikel zur Künstlichen Intelligenz KI [2] zeigt im Widerspruch dessen, dass der ÖRR schon längst nicht mehr unabhängig (autonom) für den aktuellen Programmauftrag agiert und es aus disruptiv-trivialem Grund auch nicht mehr kann. Vielmehr hat sich der ÖRR verselbstständigt und abgeschottet. Über die Jahre besetzte er mit einer nunmehr 1600-Eigenmarken-Philosophie [3] und mit hohem Aufwand und entsprechenden Kosten in Millionenhöhe große Märkte. Diese stehen dem ÖRR nicht zu, beutet diese aber zu selbstverständlich aus, um zugleich Wettbewerber gezielt aus dem Markt zu drängen. Es ist weiterhin nachweisbar, dass der ÖRR Schutzrechte – und dazu gehören Urheberrechte – vernichten hilft und diese aktiv selbst mit vernichtet – unbewusst? Zu diesem Marktverhalten der Ausbeutung von potentiellen Urheberrechten deutscher Bürger, zum Nachteil hiesiger Unternehmer und mindestens zum geförderten Eigennutzen eines Konzerns aus Übersee führt spezifisch ein weiterer Fachartikel aus „Was ist los? WhatsApp! ... monopolistisch getriebenes Kommunikationsdesign des ÖRR“ [4].

Eigentum verpflichtet

Warum können kritische Veröffentlichungen des MDR förmlich aus der Mediathek „verschwinden“, zumal es um Leben und Tod geht? Dazu gibt es lesenswerte Beiträge [5],[6]. Wer aber genau hat veranlasst, diesen öffentlichen Beitrag [7] entfernen zu lassen und warum muss überhaupt entfernt werden? Eine Löschung wäre doch die härteste und sichtbarste Form von Zensur.

Wem gehört jeder MDR-Beitrag, wer ist überhaupt angemessener Eigentümer?

Das Problem: Einige wenige oder nur ein Einzelner entscheidet, was darf und sein kann. Dies jedoch klassifiziert eher eine ÖRR-interne Diktatur als eine gelebte, wie transparente Demokratieform im respektvollen Umgang mit dem Einzahler für „Brot und Spiele“. Wenn jedoch der ÖRR-Gebühreneinzahler Eigner des Sendebeitrages wäre, warum vernichten dann einige wenige das Eigentum aller? Es ist zumindest eine Transparenzfrage zu Argumenten, Dokumentationen, Historien und dem Zustandekommen der Entscheidung zu Arroganz und Mut: „Was ist dem mündigen Bürger als Selbstdenker zuzumuten und waren die Redakteure dieser speziellen MDR Sendung nicht eher mutig und ihr Handeln folgerichtig?“.

Die Massenpsychologie begründete, wie grundsätzlich falsch Menschengruppen handeln können und so auch Verantwortliche des MDR und wie richtig hingegen unabhängigere Individualisten. Genau diese Lücke füllen mehr und mehr die freien Medien mit ihrem durchaus benennenswerten, investigativeren Journalismus. Es ist ein freierer und deshalb mehr Autonomie-geprägter Journalismus. Dies zeigt sich prägnant an der Arbeit des statistischen Bundesamtes zu „Leben und Tod“ im absoluten Widerspruch zu den Analysen eines Individualisten [8]. Interessant wäre in diesem zweiten hinreichenden Beispiel, wie sich die Verantwortlichen des MDR dazu positionieren? Vorweggenommene Antwort: Sie entziehen sich aktiv dieser großen Verantwortung und verstecken sich gewollt und völlig intransparent in der Masse ihrer eigenen Mitarbeiter.

Wofür erhält der ÖRR aber unsere Gebühren und die Verantwortlichen ihre Gehälter, wenn der ÖRR nicht einmal über Leben und Tod hierzulande korrekt, kritisch und vor allen differenziert berichten kann? Müsste er nicht eher proaktiv die Verantwortlichen dieses Amtes öffentlich zu Rede stellen, als Maßnahmen-kritische Beiträge zu löschen? Wofür werden diese Verantwortlichen dann ihre Pensionen erhalten, wenn eklatant gegen einen maß- und respektvollen Umgang verstoßen wird?

Transparenz stellt Verantwortung

Ein Intellektueller [9] aus der ehemaligen DDR beschrieb frühzeitig das Phänomen mit gewünschter „Organisierte Verantwortungslosigkeit“ insbesondere der der Hauptverantwortlichen und weitere Autoren in der BRD [10] folgten später dem Gedanken. Verantwortung sollte dort abgeholt werden, wo sie entsteht, honoriert sowie ausbezahlt wird. Existiert diese finanzielle Selbstreflexion nicht, manifestiert sich eine Diktatur und diese ist nicht zu verwechseln mit der ursprünglich vom Volk autorisierten Autonomie des ÖRR. Nur wer autonom sein kann, ist auch in der Lage, Sachverhalte richtig einzuordnen und zu priorisieren. Eine gelebte Autonomie und nicht die Diktatur des ÖRR legitimierte den Gebühreneinzug für den ÖRR über den Programmauftrag.

Priorisierung und sächsische Urteilskraft

So bringt die ARD zur besten Sendezeit und gleich am Anfang nicht etwa einen Beitrag zu den beginnenden und uns alle bewegenden Bauernaufständen und Demonstrationen. Erst im dritten Beitrag kommt es zu Bild und Ton. Dieser Sendeschlitz wird jedoch gefühlt wieder gedrittelt, um adhoc auf uns Sachsen herabzuschauen. Man geht nicht etwa tiefer zu den Gründen und Kostensteigerungen ein, sondern framt insbesondere Sachsen – wieder einmal.

Der US-amerikanisch-kanadische Experimentalpsychologe und Kognitionswissenschaftler Steven Pinker argumentierte allerdings frühzeitig damit, dass Verteilungskämpfe aufkommen, wenn man nicht auf Innovationen und Leistung setzt und somit eher exorbitant die Kosten steigert. Sachsen will und steht aber für Innovation und Leistung. Definiert sprach Pinkert von „preiswerter Energie“ ist=gleich „Leben“. Wir sind also mit der grünen Ideologie mitten im Verteilungskampf angekommen und der ÖRR versteht das nicht, er ideologisiert lieber unseren Leistungswillen. Der „reiche“ ÖRR will dabei selbst keinen Millimeter in Richtung Innovation rücken oder gar 12 % seiner eigenen Kosten einsparen – viel lieber projiziert er Bauernopfer. Mit Eigenlob und -liebe verlangte er noch mehr „Gebühren“, um zu framen und nicht um Menschen zusammenzuführen.

Zorn und Protest

Ich protestiere dagegen, dass der ÖRR seine Stellung aus ideologischen Gründen missbraucht, uns Sachsen einhegt und nicht einmal einfachste Analysen korrekt aufkommen lässt. Ich bin deshalb dafür, den ÖRR grundlegend zu reformieren und wenn das nicht hilft, in dieser missbrauchten Form abzuschaffen. Ich bin und stehe für den Wandel des ÖRR sowie den großen sozialen Medien mit einer Art von neuen, allgemein verfügbaren, digitalen Instrumentarien, welche allen Menschen zugeneigt zugleich die freien Medien unterstützt. Der #DigitaleZorn soll den Wandel herbeiführen und wahre demokratische Verhältnisse beim Einsatz der KI schaffen. Die Chancen und Potentiale für einen solchen Umbruch hat der Digitalgipfel der Bundesregierung Ende November 2023 nicht einmal annähernd und schon gar nicht schwerpunktmäßig angesprochen und dies sind:

„Soziale Innovationen, welche mit dem Wandel des Technik- und Technologieeinsatzes, demnach der Art und Weise der Digitalisierung, einhergehen und einhergehen müssen“.

Den alternativen Großweg beschreibt Herr Yuval Noah Harari – dem geistigen Verführer mit Herrschaftsanspruch, welcher uns als Kreaturen einstuft und die Welt von uns erretten will. Was bedeutet demnach autonom für jeden einzelnen von uns und wollen wir überhaupt einen solchen ÖRR, welcher uns zu folgsamen Kreaturen umwidmet und diktatorische Verhältnisse lebt und befürwortet?

„Der Digitale Zorn soll und wird den ÖRR weiter und tief treffen, da er nicht einlenkt und nur von allen verlangt aber nicht allen gibt.“

„Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht.“ – Papst Gregor der Große – Erläuterungen zum Bösen unter [11]

Wir sind nicht wütig liebe ÖRR-Intendanten, wir sind zornig! Diesen wesentlichen Unterschied musste und wollte ich erläutern und ich hoffe, er macht Schule. Wer sich an einer philosophischen Diskussionen zur Autonomie beteiligen kann und mag, findet unter LinkedIN eine kleine Möglichkeit, mitnichten eine autonome per ÖRR aber immerhin eine verfügbare….[12]. #DigitalerZorn #ÖRR #Sachsen #Urteilskraft

Mario Lehmann [ur*alt, post*modern]

 

QRDownload und Quellhinweis: Ein Digital- oder IT-Ministerium existiert in Deutschland nicht. Die Vereine der Österreichischen Schule können dieses Dokument (Text+Bild) in jedweder Hinsicht frei für ihre Mitglieder und in ihren Webportalen nutzen. Der Quellhinweis (Link im QR-Codes) sollte deshalb auf das originale Dokument verweisen.

Persönlicher Hinweis und in eigener Sache zur gesellschaftlichen Entwicklung: Der überhaupt erste QR-Code für eine Veranstaltung in Dresden warb im Jahre 2007 für ein IT-Forum im Lingnerschloss zu Dresden. Diese Art QR-Code nannte sich, abgeleitet vom Wabenmuster, Bee-Tag. Hier in Dresden wurde damals in diesem Forum namentlich die Smart City begründet und in Dresden DIE DIGITALE STADT als effizientes, erstrebenswertes und allgemeines Stadtmodell vorgestellt. Die IBM hatte vor ca. 2007 mit „Smarter Planet“ geworben und interviewte mich. Ich sagte zur IBM daraufhin, ich könne nur „Smart City“. Damit war jene Schlagwortgruppe erschaffen und mit Inhalten zu Technologie, Marketing, Strategien und Finanzierung gefüllt, mit welcher Dritte nachfolgend und über Jahre hinweg Millionen-Fördermittel abrufen durften. Leipzig kaperte im Jahr 2011 das gesamte Projekt per Raubkopie samt Vorarbeiten – ohne es in Gänze zu verstanden zu haben – und benannte sich in 2017 selbst „Digitale Stadt Leipzig“. Es ist genau jene Stadt, in welchem der MDR seinen Sitz verfügt. Ein Doktor der Universität zu Leipzig konnte es sich nicht nehmen lassen, seinen Titel dafür herzugeben, um damit die jahrelangen Vorarbeiten mit seiner Leipziger Uni-Gruppe zu kopieren. Die Universität zu Leipzig ignorierte jedoch ganz grundsätzlich einen diesbezüglichen Hinweis zur Korruption an adäquater, autorisierter Stadtstelle und für die Stadt Leipzig war wohl – für zu viel der Ehrlichkeit – der Schaden zu groß, als das man Charakter hätte zeigen wollen. Jener Doktor ist heute Professor in Jena. Das Buch von Ayn Rand „Der Ursprung“ ist deshalb mitnichten neoliberaler Prägung und ich meine die Österreichische Schule nur zu gut zu verstehen. Ich möchte das Buch von Ayn Rand sehr empfehlen. Die dort beschriebene Geschichte zeigt dem geneigten Leser noch im Heute auf, was bei der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz zu beachten wäre. Wikipedia offeriert bei tiefgreifenden Themen nur eine laienhafte, ja gänzlich oberflächliche „Neigung“. Nicht einmal rückblickend darf sich Ayn Rand in Wikipedia unter ihrem Namen rechtfertigen. Solches unter Wikipedia zu erreichen, schaffen selbst die Lebenden nicht unter ihrem eigenen Namen in diesem Portal. Ich halte Ayn Rand in Ehren, genau wie Jakob Böhme. Ihm gewidmet ist mein Lebensartbaum im Lebensraum. Die Smart City ist tot, sie wurde von Ideologen und Kollektivisten totgeritten. Den Nachfolger zur #SmartCity und meine aktuelle Arbeit definiere ich mit #EuropäischeCharakterstädte. Damit fokussiere ich das neue Europa und im Stadtvergleich Görlitz, Chemnitz, Leipzig und Dresden. Die Digitalisierung hat die Gewaltenteilung verändert und wird sie gewaltig weiter verändern. Dies ist die eigentliche Chance für Europa mit und für ihre Menschen und mit und durch „Soziale Innovationen“. #EuropäischeCharakterstädte

DER AUTOR

Dipl.-Ing. Mario Lehmann führt ein Unternehmen für Informationstechnik und Kommunikationstechnologie in Lindenau/Oberlausitz-Niederschlesien (Webseite: http://www.redipoint.com/) und organisiert den Internationalen Jakob-Böhme Philosophiekongress „Lebensartbaum“ 2025/2026. — Wir danken dem Autor für die Erlaubnis zur Veröffentlichung. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Vereins wieder und werden hier als Diskussionsbeitrag veröffentlicht.

 

 

 

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